| Haare und Haut | ||
| Chemie | ||
| Begriffe | ||
Autoimmunkrankheiten wie rheumatoide Arthritis, Lupus und Multiple Sclerose machen Millionen von Menschen das Leben zur Hölle. Sie gehören neben Herzversagen, Krebs und Unfällen zu den zehn häufigsten Todesursachen. Jetzt glauben Wissenschaftler, eine Erklärung für die rätselhaften Leiden gefunden zu haben. Es sind jene Zellen, die während einer Schwangerschaft vom werdenden Kind in das Blut der Mutter geraten - oder umgekehrt. Der Austausch von Zellen könnte die Schlüsselrolle bei der Entstehung von Autoimmunkrankheiten spielen, äußerten US-Forscher am Samstag auf dem Jahreskongress der Amerikanischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft (AAAS) in San Francisco. Derzeit werden zwischen 80 und 100 Leiden als Autoimmunkrankheiten definiert: ihr Immunsystem attackiert ein Organ oder anderes Gewebe im eigenen Körper. Stutzig macht die Mediziner seit langem, dass sieben von zehn Patienten mit Autoimmunleiden Frauen sind. Jetzt glauben sie zu wissen, warum. Lee Nelson vom Fred Hutchinson Krebsforschungsinstitut in Seattle fand im Blut ihrer Patientinnen einen überraschend hohen Anteil von Fötus-Zellen. Er lag bis zum 30-fachen über der bei gesunden Frauen. Damit stellt sich die Frage, ob nicht zumindest einige dieser Krankheiten doch durch fremde Zellen ausgelöst werden, denen ihres noch ungeborenen Kindes. In Nelsons Studie stellten sich die Krankheitssymptome erst 5, 10 oder 15 Jahre nach der Geburt ihres Nachwuchses ein. Da der Austausch der Zellen während einer Schwangerschaft in beide Richtungen erfolgt, ist es laut Nelson auch möglich, dass eine Mutter ihrem Kind die Zellen mit "in die Wiege" legt, von denen Jahrzehnte später die Immunreaktion getriggert wird. Genauso könnte die Übertragung von einem Zwillingsgeschwister erfolgen oder auch bei einer Bluttransfusion. Dass Töchter eher als Söhne später an einem Autoimmunleiden erkranken, dürfte nach bisherigem Wissensstand an einem hormonalen Faktor liegen. Laut Nelson und ihrer Kollegin Denise Faustman von der Harvard-Universität (Boston) forciert das weibliche Hormon Östrogen offenbar die Reaktion des Immunsystems gegen den eigenen Körper, während das männliche Testosteron sie deutlich bremst.
dpa
Eine Frage, die in regelmäßigen Abständen wieder und wieder durch die Presse geistert, meist im Sommer, wohl in Ermangelung wirklich interessanterThemen. In reißerischer Art und Weise werden in diesen Artikeln immer wieder Fakten unterschlagen, bzw. Sachverhalte nicht korrekt wiedergegeben.
Natürlich sind wir Friseure sehr an einer klaren Antwort auf diese Frage interessiert. Zum einen sind wir diesen angeblichen Gefahren durch Haarfärbemittel bedeutend öfter ausgesetzt als unsere Kunden, zum anderen sind solche journalistischen Auswürfe geschäftsschädigend.
Hier ein kleiner Beitrag zur Sache:
In Haarfärbemittel (besonders in dunklen) können aromatische Nitro- und Aminoverbindungen enthalten sein.
Aromatische Nitro- und Aminoverbindungen haben im Tierexperiment mutagene Wirkung gezeigt.
Mir ist, zumindest auf dem deutschen Markt, kein Haarfärbemittel bekannt, das diese Verbindungen enthält. Auch auf Nachfrage bei den Herstellern ist ein solches Mittel bei uns nicht erhältlich.
Aromatische Nitro- und Aminoverbindungen sind:
2-Nitrotoluol
3-Nitrotoluol
4-Nitrotoluol
2-Methylanilin
3-Methylanilin
4-Methylanilin
2,4-Dinitrotoluol
2,6-Dinitrotoluol
1,3-Dinitrobenzol
2-Methyl-3,5-dinitroanilin
4-Methyl-3,5-dinitroanilin
1,2,5-Trinitrobenzol
2,4,6-Trinitrotoluol
Es gibt eine Gefahrenstoffverordnung:
Wird am Arbeitsplatz die Auslöseschwelle - s. TRGS 101 - für gefährliche Stoffe oder Zubereitungen überschritten, so dürfen Arbeitnehmer dort nur beschäftigt werden, wenn sie innerhalb der genannten Fristen Vorsorgeuntersuchungen unterzogen worden sind (§ 28 GefStoffV).
Friseure und Kosmetiker unterliegen dieser Verordnung nicht.
Das Haar wächst mit einer Geschwindigkeit von ca. 0,34 mm am Tag aus der Haarwurzel. Es besteht aus einem Eiweiß (Keratin) und hat drei Schichten: Mark, Rinde und Kutikula. Die Haarfarbe kommt durch die Einlagerung von Pigment (Melanin) in unterschiedlicher Menge zustande. Jede Haarwurzel durchläuft dabei einen vom Nachbarhaar unabhängigen Zyklus aus Wachstum, Ruhephase und Haarausfall. Außer genetischen Faktoren spielen beim Wachstum und Verteilung der Haare männliche und weibliche Geschlechtshormone eine wichtige Rolle. Zur Diagnostik werden die ausgefallenen Haare gezählt und an ausgerissenen Haaren die Haarwurzeln und die Beschaffenheit des Haares selbst mikroskopisch untersucht. Die Haarwurzel ist auch gegenüber bestimmten von außen zugeführten Stoffen empfindlich. Es kommt spontan oder schleichend zu einer Ausdünnung des Haarkleides. Als Verursacher kommen zahlreiche Medikamente wie z.B. Fettsenker, die "Pille", Schilddrüsenmittel, Blutdrucksenker, Antibiotika u.v.m) oder Chemikalien (Schwermetalle) in Frage. Nach deren Absetzen wachsen die Haare meist wieder nach. Ganz besonders häufig ist der männliche Haarausfall. Umfang und Verlauf hängen von der individuellen Veranlagung, dem Alter und den männlichen Sexualhormonen ab. Je später der Haarausfall einsetzt, desto langsamer ist der Verlauf. Der Haarausfall beginnt dabei bei den Geheimratsecken. Am Hinterkopf entsteht eine kahle Stelle (Tonsur). In der nächsten Phase fließen diese Bereiche durch Lichtung des Scheitels zusammen bis nur ein hufeisenförmiges Haarband übrigbleibt. Eine ursächliche Behandlung des männlichen Haarausfalls ist heute immer noch nicht möglich. Die Beeinflussung des Hormonhaushaltes würde zwar eine Besserung versprechen, kommt aber wegen der erheblichen Nebenwirkungen nicht in Frage. Verschiebt sich bei Frauen das hormonelle Gleichgewicht zugunsten der männlichen Geschlechtshormone, kommt es ebenfalls zum Haarausfall. Dieser hat bei gleicher Ursache ein anderes typisches Verteilungsmuster. Es kommt zu einer diffusen Ausdünnung im Scheitelbereich. Der gesamte Verlauf ist langsamer und meist nicht so schwer. Haarwasser mit weiblichen Geschlechtshormonen oder eine bestimmte Sorte der "Pille" können langfristig zu einer Verbesserung führen. Der kreisrunde Haarausfall beginnt im zweiten oder dritten Lebensjahrzehnt. Besonders häufig handelt es sich um Allergiker, Zucker- und Schilddrüsenkranke. Ferner tritt eine familiäre Häufung auf. Auch Stress kann zu kreisrundem Haarausfall führen. Er ist gekennzeichnet durch scharf begrenzte meist kleine Kahlstellen. Die Kopfhaut ist äußerlich unverändert. Nach Wochen oder Monaten kommt es zu einer spontanen Wiederbehaarung. Wir haben bei unseren Kunden schon öfter solche Fälle gehabt, der Haarwuchs war nicht von medikamentöser Behandlung abhängig. Nur selten wird der ganze Kopf oder Körper befallen. Dann ist der Haarverlust bleibend.
Sie ist eine häufige, gutartige Hauterkrankung, die Männer und Frauen zu gleichen Teilen befällt. Die Herde bestehen aus scharf begrenzten hochroten Papeln. Diese sind mit silbrigen Schuppen bedeckt. Versucht man die Schuppen zu entfernen, tritt ein glänzendes oberes Häutchen zutage ("Phänomen des letzten Häutchens"). Kratzt man weiter, treten einige Blutstropfen aus ("blutiger Tau"). Beides sind wichtige Unterscheidungskriterien zu anderen Hauterkrankungen. Die starke Schuppung beruht auf einer gestörten Verhornung. Die Basalzellen zeigen eine extrem gesteigerte Teilungsaktivität. Die natürliche Degeneration zur Hornlamelle, die normalerweise mehr als vier Wochen dauert, schrumpft auf weniger als fünf Tage. Der Hautbefall reicht von einzelnen Herden an den Streckseiten der großen Gelenke bis zu einem Befall der gesamten Haut und ist generell großen, oft jahreszeitlich beeinflußten Veränderungen unterworfen. Außer der Haut können auch die Schleimhäute, die Gelenke und Nägel zusätzlich erkranken. Typische Nagelveränderungen sind kleine Einsenkungen der Nagelplatte (Tüpfelnägel) und umschriebene gelb-braune Abhebungen der Nagelplatte (Ölflecken). Man unterscheidet zwei Typen. Der häufigere Typ I zeichnet sich durch einen schubartigen Verlauf aus und beginnt im zweiten Lebensjahrzehnt. Einzelne hellrote Herde die später konfluieren und sich mit Schuppen bedecken sind oft das erste Krankheitszeichen. Meist ist eine familiäre Häufung anzutreffen. Der seltenere Typ II befällt Menschen in der fünften bis sechsten Lebensdekade. Die Herde sind einzeln gut abgrenzbar. Die Therapie schlägt oft schlechter an. Die genauen Ursachen der Psoriasis sind unbekannt. Vermutlich sind neben erblicher Disposition noch mehrere andere Faktoren für die Erkrankung verantwortlich. Die Grundlage der Therapie ist die Ablösung der überschüssigen Verhornung, damit weitere Medikamente an ihren Wirkungsort gelangen können. Dazu werden Salben benutzt, welche die Hornhaut erweichen (Salizylsäure, Harnstoff). Die Behandlung muß regelmäßig wiederholt werden, da die überschießende Verhornung fortbesteht. Zur Entzündungshemmung werden Dithranol-Salbe und über kürzere Zeit kortisonhaltende Salben benutzt. Das Medikament Tigason kann die überschießende Verhornung normalisieren. In Anlehnung an die Beobachtung, daß im Sommer die Zahl der Psoriasis-Herde abnimmt, kann die befallene Haut mit künstlichem Ultraviolettlicht einer bestimmten Wellenlänge bestrahlt werden (selektive Phototherapie). Die Wirkung des Lichts läßt sich durch vorherige Einnahme von Photosensibilisatoren (8-Methoxypsoralen) noch verstärken. Die Photosensibilisatoren machen die Haut dabei für die Wirkung des ultravioletten Lichts wesentlich empfindlicher. Bei sehr schweren Fällen, etwa Psoriasis der gesamten Haut, ist der Einsatz eines Zytostatikums (Methotrexat) nicht zu vermeiden. Die geeignete Auswahl der Behandlung ist situationsabhängig und bedarf oft der Kombination verschiedener Medikamente. Obgleich die Hauterscheinungen stark gebessert und oft auch zum Verschwinden gebracht werden können, lassen sich die Ursachen der Schuppenflechte nicht behandeln. Die Erkrankung ist chronisch und begleitet ihren Träger lebenslang. Daher sind die Auswirkungen auf die Psyche des Erkrankten nicht zu unterschätzen. Die auffälligen Hautveränderungen und häufige Erkrankungsschübe können zur sozialen Isolation durch Unkenntnis der Umwelt und schließlich zur Resignation und Depression führen. Eine zusätzliche psychologische Betreuung ist daher gelegentlich sinnvoll. Selten sind auch Gelenke befallen. Die Psoriasis führt zu einer schleichenden, schmerzhaften Zerstörung der Gelenke. Am Ende kann sie bis zum Funktionsverlust reichen.
Läuse sind flügellose Insekten, die sich vom Blut ihres Wirtes ernähren. Sie befallen nur den Menschen. Mit bloßem Auge kann man sie gerade noch erkennen. Es gibt Kopfläuse, Kleiderläuse und Filzläuse. Die weiblichen Kopfläuse kleben ihre Eier (Nissen) an die Kopfhaare an. In schweren Fällen verfilzen die Haare durch Sekrete und Krusten (Weichselzopf). Durch die Stiche kommt es zu blutigen, später bläulich verfärbten juckenden Hautbezirken. Kratzt der Patient an den juckenden Stellen kann es zu einer bakteriellen Besiedlung kommen. Die Kleiderlaus heftet sich an die Fasern der Textilien an. Der behaarte Kopf bleibt frei. Nach einiger Zeit kann der Juckreiz verschwinden und die Haut wird schuppig versetzt mit Kratzspuren (Vagabundenhaut). Die Filzläuse werden beim Geschlechtsverkehr übertragen. Sie leben am behaarten Unterbauch, den Innenseiten der Oberschenkel und in der Anogenitalregion. Neben Juckreiz können auch tiefblaue Flecken auftreten. Die Läuse werden durch Insektenvernichtungsmittel, die auf den Körper aufgetragen werden vernichtet (Hexachlorcyclohexan; bei Kindern und Schwangeren Pyrethroide). Die Eier werden mit Essigwasser (1 EL Essig auf 1l Wasser), welches 1 Stunde einwirken sollte, abgelöst und mit einem Nissenkamm entfernt. Die Hautreizung kann mit kortisonhaltigen Salben gelindert werden. Da die Übertragung der Läuse von Mensch zu Mensch erfolgt, müssen Kontaktpersonen ebenfalls untersucht und behandelt werden. Kleider sollten gewaschen und gekocht werden.
Gemäß § 34 Abs.1 IfSG dürfen Personen, die verlaust sind, in den in § 33 IfSG genannten Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten und Schulen keine Tätigkeiten ausüben, bei denen sie Kontakt zu den dort Betreuten haben, bis nach ärztlichem Urteil eine Weiterverbreitung der Verlausung durch sie nicht mehr zu befürchten ist. Dies gilt entsprechend für die in der Gemeinschaftseinrichtung Betreuten, also Kinder und Jugendliche, mit der Maßgabe, dass sie deren Räume nicht betreten und deren Einrichtungen nicht benutzen dürfen.
Das gilt im besonderen für Friseursalons. Wir sind verpflichtet, Personen die unter Lausbefall leiden aufzufordern den Salon umgehend zu verlassen. Natürlich tun wir dies diskret.
Die harmlose erworbene Erkrankung beginnt oft bei jungen Erwachsenen. Es treten scharf begrenzte Entfärbungen der Haut auf. Sie sind meist symmetrisch und am Handrücken oder im Gesicht anzutreffen. Sie bleiben über Jahre unverändert oder die Haut entfärbt sich langsam völlig. Je nach Lokalisation und Stärke der umgebenden Hautpigmentierung ist die Vitiligo kosmetisch störend. Die Entfärbung der Haut wird durch eine Verminderung oder einen Untergang der Melanozyten in der Haut verursacht. Sie bilden das Pigment der Haut. Wahrscheinlich wird das Verschwinden der Melanozyten durch immunologische Prozesse ausgelöst. Besonders oft findet sie sich bei Diabetikern, Schilddrüsenerkrankungen und Blutarmut. Die Behandlungsmöglichkeiten sind unbefriedigend. Eine Therapie mit medizinischem Licht (Psoralene plus UV A) oder kortisonhaltigen Salben kann eine Besserung bringen. Bei sehr exponierten Hautstellen kann durch ein besonderes Make up die befallene Haut kaschiert werden (Camouflage). Die depigmentierte Haut ist gegenüber der natürlichen Sonneneinstrahlung besonders empfindlich. Zur Vermeidung eines Sonnenbrandes sollten Sonnenschutzmittel verwendet werden.
Zecken sind blutsaugende Parasiten. Sie sind mit einem Stechrüssel und Wiederhaken ausgerüstet. Sie leben auf Zweigen. Von dort gelangen sie auf die Haut und haken sich fest. Die Weibchen saugen gelegentlich über mehrere Tage Blut und vergrößern ihr Körpervolumen dabei erheblich. Danach fallen sie ab. Mit ihrem Saugrüssel können sie Krankheiten übertragen. Dazu gehören Infektionen mit Eitererregern, die Borrelia-burgdorferi-Infektion und die Früsommermeningoenzephalitis. Seit kurzem gibt es mit der Humanen granulozytären Ehrlichiose, die durch Rikettsien verursacht werden, eine weitere durch Zecken übertragbare Erkrankung. Da in der Haut verbleibende Körperteile der Zecke zu entzündlichen Knoten führen können, sollten sie nicht mit Gewalt entfernt werden. Daher sollte die Zecke außerdem nicht mit Öl oder Klebstoff bedeckt werden, sondern vorsichtig am Hautansatz, am Besten mit Hilfe einer Pinzette, heraus gezogen werden. In Apotheken kann man dafür spezielle Zeckenpinzetten kaufen. Es sollte unbedingt vermieden werden, den Zeckenkörper zu quetschen, weil dadurch zusätzlich Erreger freigepresst werden können.
Aminosäuren sind die Bausteine des Melanins.
Verantwortlich für die persönliche Haarfarbe ist das Melanin. Gebildet wird das Melanin in den Melanozyten. Das sind Zellen, die in das Basalschicht und der Stachelzellschicht der Oberhaut vorkommen. Für die Bildung des Melanins benötigen die Melanozyten Aminosäuren. Die Aminosäure Tyrosin ist notwendig für die Bildung von Eumelanin. Die Aminosäure Cystein wird zusätzlich nötig, wenn das Phaeomelanin für blonde und rötliche Haare entstehen soll.
Weniger Tyrosinase führt zu geringerer Melaninproduktion.
Ablaufen kann dieser Prozeß aber nur, wenn genügend Tyrosinase zur Verfügung steht. Dieses Enzym wird mit zunehmendem Alter seltener gebildet. Das führt dann nach und nach zur grauen Haaren. Der Grund: mit wenig Tyrosinase wird auch immer weniger Tyrosin gebildet. So nimmt auch die Produktion von Melanin ab. Das fehlende Melanin wird durch die Einlagerung von Luftbläschen ersetzt. Die Haare erscheinen grau.
Die Reihenfolge des Grauwerdens:
Dieser Prozeß ist in der Regel schleichend. Er beginnt an den Schläfen und weitet sich dann auf die gesamte Kopfbehaarung aus. Danach erwischt es den Bart und die Augenbrauen. Zuletzt sind schließlich alle Haare des Körpers grau.
Canities ist der medizinische Begriff für graue Haare.
Medizinisch werden graue Haare als Canities bezeichnet. Es gibt verschiedene Möglichkeiten des Ergrauens.
Vorzeitiges Ergrauen, ab dem 20 Lebensjahr, nennt sich auch Canities praecox. Verschiedene Auslöser können zum Ergrauen führen.
Die Canities symptomatica, oder symptomatisches Ergrauen der Haare, kann verschiedene Ursachen haben. Dazu gehören: Perniziöse Anämie (Vitamin-B-Mangelanämie), schwere endokrinologische Störungen, z. B. bei Schilddrüsenerkrankungen. akute, fieberhafte Erkrankungen, Arzneimittelnebenwirkungen, Kosmetika, Metalle.
Plötzliches Grauwerden hat nichts mit Sorgen zu tun.
Plötzliches Grauwerden wird oft mit Schockeinwirkungen oder Trauer in Verbindung gebracht. Diese Annahme ist nicht bewiesen. Vielmehr geht man davon aus, daß dieses Phänomen durch eine akut einsetzende Alopecia areata begründet ist, bei der plötzlich alle gefärbten Haare ausfallen und nur noch die grauen übrigbleiben. Also: Man kann sich zwar "schwarzärgern", aber graue Haare bekommt man davon nicht.
Haaranalysen sind ungeeignet, um Umweltgifte oder Mangelerscheinungen nachzuweisen. Das ist das Ergebnis einer Studie, die Steven Steindel und Peter Howanitz vom California Departent of Health Service durchführten, indem sie die Ergebnisse von Haaranalysen aus sechs verschiedenen Labors verglichen. Die Laborbefunde differierten in zahlreichen Punkten und waren in ihrer Aussage oft sogar entgegengesetzt. Während einer Patientin von einem Labor ein Vitamin A Mangel bescheinigt wurde, fand ein anderes Labor heraus, dass sie den Verzehr von Vitamin A haltigen Produkten vermeiden solle, um ihrer Gesundheit nicht zu schaden. Die Forscher kamen im Artikel im Journal of the American Medical Association zum Schluss: "Medizinische Therapieverfahren, die auf solchen Analysen beruhen, können für den Patienten wirkungslos oder sogar schädlich sein." Eine bereits 15 Jahre alte Studie zu diesem Thema hatte ähnliche Ungenauigkeiten bei Haartests nachgewiesen. Nachdem 1988 US-weite Vorschriften für Testverfahren bei Haaranalysen eingeführt wurden, entschieden sich die Forscher für eine erneute Prüfung. In die Untersuchung waren keine Laborbefunde zum Nachweis von Kokain einbezogen und die Wissenschaftler machten zu der Korrektheit dieses speziellen Verfahrens keine Aussagen. Sie betonten aber, dass Mediziner und Therapeuten den Einsatz von Haaranalysen genau abwägen müssten, bis es wirkungsvollere Standards zur Durchführung und Auswertung gäbe. Haaranalysen werden in den USA von neun verschiedenen Labors angeboten und dienen dem Nachweis von Giften wie Arsen, Schwermetallen wie Blei und Quecksilber, Drogen wie Kokain und verschiedenen Mineralien. (Associated Press)
Neurodermitis ist eine chronisch-rezidivierende, das heißt eine immer wieder auftretende Entzündung der Haut mit Juckreiz, Rötung, Nässen, Schuppung und Krustenbildung. Sie gehört zu den atopischen Krankheiten. Atopische Erkrankungen zeichnen sich durch eine genetisch bedingte überschießende Immunreaktion aus. Zu diesem Formenkreis gehören u.a. auch das allergische Asthma, die allergische Bindehautentzündung und der allergische Schnupfen. Die Neurodermitis tritt bei ca. 4% der Bevölkerung auf. Die Erstmanifestation, also das Entstehen der Erkrankung, findet meist bereits im Säuglingsalter, oft schon im 2-3 Lebensmonat, selten nach der Pupertät, statt.
Die Krankheitsentstehung (Pathogenese) ist trotz aller wissenschaftlicher Fortschritte noch immer nicht ganz geklärt. Gesichert ist, daß mehrere Faktoren zusammenspielen und daß eine erbliche Veranlagung besteht. Folge ist in jedem Fall eine Unterfunktion der Talg- und Schweißdrüsen, die über einen noch nicht genau bekannten Zwischenschritt zur allergischen Hautreaktion führt, welche den intensiven Juckreiz erklärt.
Neudeutsch auch Thermo Haircutting genannt; durch die heisse Schneidefläche wird das Haar glatt durchtrennt und an der Schnittstelle sofort versiegelt.
Das Haar erhält natürlichen Glanz, bekommt mehr Elastizität und Spannkraft, Spliss ist bei regelmässiger Anwendung kein Problem mehr, brüchiges Haar wird geschmeidig und leicht kämmbar. Wir haben das ganze zuerst für einen Witz gehalten, haben uns dann aber von der Wirkung überzeugt und sind jetzt seit über drei Jahren begeisterte Anhänger des Thermo-Cut.
(Weitere Informationen sowie ein Gutachten)
Eine Dienstleistung die vor allem im Sommer immer mehr Anhänger findet. Die Haare werden Zuhause gewaschen, im Salon nur noch kurz nass gemacht und geschnitten. Der Kunde geht mit nassem Haar (direkt ins Schwimmbad ;-)), oder fönt sich selbst. Das Geld für die Fönfrisur wird anschließend in einen, oder zwei riesengroße Eisbecher investiert. Lol
Man sagt auch Kinder-Haarschnitt, hört sich aber so altmodisch an. Bei uns sind die Preise für Kinder gestaffelt, bei 13,50 DM gehts los, bei 35,- DM ist Schluß, je nach Aufwand und Haarlänge.
Noch ein paar Worte zum Thema; es kommt relativ oft vor, daß bei der Anmeldung der Kinder gesagt wird, daß "nur mal schnell ein bischen die Spitzen" geschnitten werden sollen. Das stimmt dann auch, aber bis man die Schere ansetzen kann, muß man das Haar eine halbe Stunde entwirren und kämmen. Das Kind wird dadurch nur noch genervter, und der Schnitt braucht dann auch noch die doppelte Zeit, weil die Kleinen keine Lust mehr haben, nörgeln und zappeln. (Nach einer Stunde sind auch die meisten Ewachsenen genervt, das Kind hat Recht!) Besonders kleine Kinder können aus technischen Gründen im Salon nicht gewaschen werden, viele lassen sich auch nur Zuhause waschen. Ein Kinderhaarschnitt ist in einem frisch gewaschenen, luftgetrockneten und nicht durch Mützen geplättetem Haar in 10 bis 20 Minuten erledigt. Um kostendeckend zu Arbeiten, müssten entweder pro Stunde 6 Kinder geschnitten werden, oder der Preis bei etwa 75,- DM liegen. Wir legen also in jedem Fall drauf. Helfen Sie uns ein wenig mit, kämmen Sie Ihre Kinder(vor allem Mädchen mit 50 cm langem Haar), entfernen Sie Kaugummi, Marmelade, Gel und Haarlack, damit wir auch weiterhin mit Freude diesen Dienst am "Kunden von Morgen" anbieten können.
Bei uns werden die Genfer Konventionen eingehalten, Kinder werden nicht gegen ihren Willen oder gar unter Ausübung körperlicher Gewalt geschnitten! Sobald ein Kind von den Eltern festgehalten wird, ist meine Arbeit beendet! Auch aus Sicherheitsgründen lehne ich es ab, an einem unkontrolliert zappelndem Kind mit scharfen, spitzen Gegenständen zu hantieren. Verletzungen wären die Folge. Kinderhaarschnitte werden deßhalb so aufgebaut, daß ich jederzeit aufhören kann, ohne daß Ihr Kind anschließend unmöglich aussieht. Bei den folgenden Friseurbesuchen zahlt sich diese Praxis aus und Sie können sich entspannen, während Ihr Kind sich schneiden lässt. Selbst bei hyperaktiven Kindern haben wir duch unsere Vorgehensweise eine Erfolgsquote von nahezu 100 %. Außerdem sind wir stolz darauf schon 5 jährige Kinder zu unseren mehrjährigen Stammkunden zählen zu können.
Unter einem Façon-Schnitt versteht man das Schneiden eines Überganges von der unbehaarten Haut im Nacken bzw. an den Seiten, in die behaarte Kopfhaut. Diese Übergänge sollten stufenlos sein und keine Schattierungen aufweisen. Diese Schneidetechnik gehört zum Basiswissen und sollte von jedem Friseur/In sicher beherrscht werden.
Sunglitz ist ein Produkt aus den USA, erfunden von einem Iraki namens Farouk. Es handelt sich dabei um ein Aufhellungssystem, bei dem das Haar nur noch minimal strapaziert wird. Es enthält im Gegensatz zur Blondierung kein Ammoniak und quillt das Haar deßhalb nicht auf. Sunglitz ist absolut umweltverträglich und ungiftig (kann man essen, hab ich schon öfter vorgeführt), der Hauptbestandteil ist Tonerde.
Tönungen enthalten keine Oxidationsmittel. Sie legen sich um den Haarschaft und dringen, je nach Konsistenz mehr oder weniger tief in die Schuppenschicht ein. Nach ein bis zwei Haarwäschen ist eine Tönung ausgewaschen. Für den Endkundenbedarf meist in Schaumform im Handel erhältlich. Tönungen wirken in gesträhntem Haar interessanter.
nach oben!Intensiv-Tönungen enthalten Wasserstoffperoxyd in geringer Konzentration, meist um die 2%. Es handelt sich um eine Mischung aus Pigmentvorstufen und fertigen Pigmenten. Manche Intensivtönungen, die im Handel erhältlich sind, sind so haltbar, dass beim Nachwachsen ein deutlich sichtbarer Ansatz zu erkennen ist. Dann ist entweder eine Nachtönung erforderlich, oder Sie haben ein Problem. Ach ja, auch wenn die Werbung es immer wieder behauptet, eine Tönung ist nicht in der Lage Grauanteile 100% abzudecken, auch eine Intensivtönung vermag das nicht. Fall Sie ein Produkt erworben haben das dazu in der Lage ist, so haben Sie immer eine Farbe gekauft.
Sicher haben auch Sie schon einmal (viele) Nüsse geöffnet und hinterher feestgestellt, dass Ihre Finger so braun sind, als hätten Sie schon seit Jahrzenten etwa 10 Schachteln Zigaretten am Tag geraucht. Was der Finger Leid, ist der Haare Freud'; auch für die Haare lassen sich aus vielen Pflanzenbestandteilen mehr oder weniger haltbare Farben und Tönungen herstellen, die bekannteste unter ihnen und wohl jedem bekannt, dürfte Henna sein. Die nebenstehende Hennapflanze heißt übrigens Reseda luteola und ist in allen
wärmeren Klimazonen der Erde beheimatet. Henna, das im Handel erhältlich ist, stammt meistens aus Indien, China, Süd-Amerika und anderen Ländern die wärmeres, subtropisches Klima besitzen. Mehr über Henna erfahren Sie hier. Je nach verwendeter Pflanze lassen sich neben Braun- und Rottönen auch Gold- oder Violettöne erzielen. Pflanzenfarben werden wegen ihrer relativen Unbedenklichkeit in Bezug auf Allergien gerne verwendet. Die Einwirkzeit ist recht lang, bestimmt jedoch die Intensität. Pflanzenfarben trocknen das Haar leicht aus, mit entsprechenden Pflegeprodukten kann Abhilfe geschaffen werden.
Die künstlichen Pigmente werden erst im Haar gebildet. In der Colorationscreme befinden sich lediglich Vorstufen, also Bausteine dieser Farbmoleküle. Ein Oxidationsmittel, in der Regel Wasserstoffperoxid, sorgt im Haar dafür, dass diese kleinen Moleküle zu einem großen Molekül zusammenfinden, das dann nicht mehr ausgewaschen werden kann. Man spricht deshalb von Oxidationshaarfarben.
Im August 1998 wurde eine Creme auf den Markt gebracht, die angeblich ergrautem Haar wieder seine ursprünglichen Farbe zurückgeben soll. Auch dabei handelt es sich um eine herkömmliche Coloration, d.h. es findet eine Oxidation statt, die aus den farblosen kleinen Molekülen, die ins Haar eingeschleust werden, große Farbkörper macht, die sich im Haar festsetzen und es auf diese Weise dauerhaft färben. Die neue Creme enthält jedoch keinen künstlichen Farbstoff, sondern Vorstufen des natürlichen Melanins. Um diese Bausteine zusammenzusetzen, wird nicht Wasserstoffperoxid als Oxidationsmittel benutzt, sondern der natürliche Sauerstoff aus der Luft; das Ganze dauert dann etwas länger und das Ergebnis wird erst verzögert sichtbar. Sobald das Produkt abgesetzt wird, lässt der Effekt nach. Kleiner Tip: Eine Farbspülung ist billiger und wirkt nicht nur bei braunem Haar.
Wir haben uns schon oft über Kunden gefreut, die ohne Termin den Weg zu uns gefunden haben. An manchen Tagen, vor allem im Sommer, haben wir oft mehr Spontankundschaft als Terminkunden.
Es gibt aber Stosszeiten (vor Feiertagen, eine Woche vor Ferienbeginn, die erste Ferienwoche, vor und nach Brückentagen, und immer wenn Sie etwas wichtiges vorhaben), in denen wir kaum ohne Terminvergabe arbeiten können. Einen Termin sollten Sie also immer dann vereinbaren, wenn Sie mit Sicherheit zu einem bestimmten Zeitpunkt bedient werden wollen.
Wir sind ein kleiner Salon und haben, vor allem vor Wochenenden oder Feiertagen, kaum noch Zeit Kunden "mal-schnell-zwischenreinzunehmen", auch wenn es "nur die Spitzen" sind, "nur 5 Minuten" geht, oder Sie bisher noch nie einen Termin vereinbart haben. Diese Zeit geht zu Lasten der Kunden, die nach Ihnen einen Termin haben und Ihretwegen dann Wartezeit in Kauf nehmen müßten. Sicherlich wären Sie auch nicht erbaut, wenn Sie warten sollen, obwohl sie einen Termin vereinbart hatten.
Dasselbe gilt für Verspätungen, egal aus welchen Gründen. Wir planen für jeden Kunden, je nach Behandlung die erforderliche Zeit sowie eine kleine Sicherheitsreserve ein. Kleine Unterbrechungen (Pony schneiden, Telefonate etc.) sind auch kein Problem, mehr als 10 Minuten betreffen auch den nächsten Kunden, mehr als 15 Minuten gehen zu Lasten der nächsten 3-4 Kunden, mehr als 20 Minuten sind oft nicht mehr aufzuholen, das heißt, alle restlichen Kunden des Tages müßten darunter leiden.
Falls Sie einen Termin nicht einhalten können, lohnt sich fast immer ein Anruf, öfters ist der anschließende Termin auch noch frei und eine Verspätung macht gar nichts aus. Haben Sie aber bitte Verständnis, dass wir, im Interesse der gesamten Kundschaft, einfach ab und zu nein sagen müssen.
Vielen Dank für Ihr Verständnis,
Ihr Salon Krieger Team
|
nach oben! |
Home! |
weg! |
Designed by CF